Übergabe Stiftungsertrag 2015 beim Jubiläum des Puppentheaters

Veranstaltungen

Die Meininger Theaterstiftung schenkt der Stadt Meiningen einen Baum:

Pflanzung eines Zimt-Ahorns im Englischen Garten zwischen Theater und Theaterwerkstätten am 15. November 2016: (von rechts) Gründungsstifterin Frieda Vogt (91), Bürgermeister Fabian Giesder, Präsidiumsmitglieder Peter Fiedler, Alexander John, Susanne Tenner-Ketzer, Wieland Sorge (Gründungsstifter). Der Baum wurde auf Initiative von Frieda Vogt gepflanzt und von ihr und Präsidiumsmitgliedern der Stiftung durch persönliche für den Baum zweckbestimmte Spenden finanziert. Die Erträge des Stiftungsvermögens wurden dafür nicht verwendet, sondern dem Stiftungszweck gemäß dem Meininger Theater zur Verfügung gestellt.

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Übergabe des Ertrages 2015 an das Meininger Theater am Sonntag, 2. Oktober 2016, 19.00 Uhr bei der Eröffnung der Festwoche "30 Jahre Meininger Puppentheater" in den Kammerspielen.

 

Team des Puppentheaters
Team des Puppentheaters

30 Jahre Meininger Puppentheater

In einer Zeit, in der in unterschiedlichster Weise über Spartenabbau, Etatkürzungen, bis hin zu Theaterschließungen diskutiert wird, ist es ein wichtiges Zeichen, 30 Jahre Aufbruch zu feiern. Das Meininger Puppentheater ist eine der letzten neu gegründeten Theatersparten der DDR. 1986 hat der bekannte Puppenspieler Rolf Thieme mit sechzehn Ensemblemitgliedern den Grundstein gelegt. 1987 übernahm Maria C. Zoppeck die Leitung des Puppentheaters, die sie bis heute erfolgreich innehat. 111 Premieren sind seither erarbeitet worden, die Meiningen mit weltweiten Gastspielen und internationalen Preisen berühmt gemacht haben. Regelmäßig reiste die Compagnie durch die Schweiz und Frankreich. Auch die Gastspiele u.a. in Krakau, Wien, Prag, Kopenhagen, Graz, Edinburgh, Sevilla bleiben unvergessen. Wichtig war der Sprung über den Ozean mit Gastspielen in Toronto und einer großen Reise durch die USA, welche die Bekanntheit der Meininger Puppen weiter vergrößerte, sodass seit 2008 auch mehrere Reisen nach Südkorea, Japan und Taiwan folgten.
Das Repertoire des Meininger Puppentheaters setzt sich immer aus Kinderstücken für die ganz Kleinen und Produktionen für größere Kinder auf der einen Seite und spannenden Abenden für Erwachsene zusammen. Stellvertretend darf ich Ihnen zwei unvergessene Werke in Erinnerung bringen: Die Interpretation von „Das Kondom des Grauens“, das einer der größten Publikumsrenner war und die Inszenierung „Der standhafte Zinnsoldat“. Mit dieser Produktion waren Vorstellungen weltweit erfolgreich. Das Meininger Puppentheater spielte diese Produktion auf Deutsch, Englisch und Französisch.
In jüngster Zeit gibt es durch die kreative Arbeit von Susanne Tenner-Ketzer auch die Kooperation mit der Meininger Hofkapelle –Junge Musik. So gestalten sie und Alexander John eine Reihe von Kinderkonzerten gemeinsam mit den Puppenspielern, was die theaterpädagogische Arbeit des Orchesterwesens nachhaltig stärkt.
Die Festwoche zum 30jährigen Jubiläum möchte Ihnen Künstler vorstellen, die einst in Meiningen gearbeitet haben und zeigt so noch einmal die vielfältige Arbeit eines modernen Puppentheaters.
Ich wünsche Ihnen viel Freude beim Theaterbesuch
Ihr

Ansgar Haag